dani schwarz
Mein naturwissenschaftlicher Hintergrund treibt mich dazu, meine Umgebung zu erkunden und bis in die tiefsten Ebenen zu verstehen. Dies spiegelt sich auch in meiner Schmuckkunst wieder. Stets fließen Erforschungen über die verwendeten Materialien ein, sowie deren Implikationen in Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Geschichte. Jedoch möchte ich mit meinem erlangten Wissen nicht im Elfenbeinturm sitzen. Ich möchte meine Erkenntnisse und Einsichten für alle erlebbar und verständlich machen. Ich strebe danach, sie in einen ästhetischen Kontext zu setzen und versuche, sie mit einem gewissen Augenzwinkern zu versehen. In unserer heutigen turbulenten Zeit möchte ich durch eine klare Formensprache meine Inhalte auf eine prägnante Art transportieren. Auf eine gewisse Art möchte ich wohl das Bewusstsein für das Veränderungswürdige transportieren, gleichzeitig soll aber das Gefühl mitschwingen, dass wir diese Veränderungen bewerkstelligen können und uns auf dem Weg dorthin als Kollektiv bessern können. Schmuck ist für mich das perfekte Gefäß, diese Botschaften zu übermitteln. Schmuck kann so viel mehr als nur schmücken. Er kann zum Nachdenken anregen, entzücken, stutzig machen, anziehen und abstoßen. Die Schmuckkunst hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Kunstrichtungen – das Kunstwerk wird meist direkt am Körper getragen. So kann ein direkter Diskurs zwischen Betrachtenden, Kunstwerk und Tragenden entstehen. Menschen kommen damit in Berührung, die eventuell nie einen Fuß in eine Galerie setzen würden. Diese zu erreichen ist mir ein besonderes Anliegen.